DPSG Materborn



HomeHome
Über unsÜber uns
GeschichteGeschichte
AktionenAktionen
TermineTermine
Fotos satt!Fotos satt!
PressePresse
LiederbuchLiederbuch
SpaßSpaß
GästebuchGästebuch

 

Wir in der Presse

Zurück zur Übersicht

Begrüßung mit der Stirn

Drei Wochen lang war Sonja Wichert in Ruanda. Die Kranenburgerin vertrat als Vorstandsmitglied der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Materborn beim ehrenamtlichen Fachkräfteaustausch den Niederrhein.

VON WERNER STALDER

KRANENBURG/MATERBORN Die Begrüßung ist sehr wichtig: "Eine Hand an die Schulter, eine in die Hüfte und dann mit der Stirn aneinander kommen", erzählt Sonja Wichert aus Kranenburg, die jetzt von einem dreiwöchigen Aufenthalt aus Ruanda zurückgekehrt ist. Die 23-Jährige studiert in Nimwegen Psychologie. Sie ist Gruppenleiterin von 14- bis 16jährigen Pfadfindern und im Vorstand der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Stamm Materborn. Schon mit 11 Jahren hat sie bei den Wölflingen begonnen.
13 Leiter aus ganz Deutschland nahmen an einem ehrenamtlichen Fachkräfteaustausch zwischen der DPSG und der Association des Scouts du Rwanda (ASR) teil. Sonja Wichert vertrat mit einem Pfadfinder aus Alpen den Niederrhein. "Seit 29 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der ASR und der DPSG", sagt sie, "die Reise diente der Aus- und Fortbildung".

Über Frankfurt nach Addis Abeba
Nach zwei Vorbereitungstreffen ging es über Frankfurt und Addis Abeba zur Hauptstadt Ruandas, Kigali. Die jungen deutschen Pfadfinder wurden immer wieder mit dem Völkermord in Ruanda konfrontiert. In der Nacht vom 6. zum 7. April 1994 begann der Vülkermord an den Tutsi und an gemäßigten Hutu und kostete innerhalb von nur 100 Tagen 500 000 bis eine Million Menschenleben. Zwei Wochen "wohnte" Sonja Wichert zusammen mit Pfadfinderinnen aus Ruanda in einem Zelt in der Nähe des ASR-Zentrums.
"Wir lernten ganz speziell die Bedeutung und den Stellenwert der Friedensarbeit und Friedenserziehung im Rahmen des Amahoro-Amani-Friedensprojektes der Pfadfinderverbände der Region der großen Seen kennen", erklärt sie. Äußeres Zeichen dafür war eine "Friedenskarawane". Auf dem Programm standen Besuche im Nationalpark, im Regenwald, im Völkerkundemuseum und auf einer Kaffeeplantage. Auch kam die Materborner Pfadfinderleiterin mit der Situation der Straßenkinder in Berührung. "Wo fünf Kinder unter einer Treppe hausen", aber auch mit einem Zentrum, wohin die Kinder kamen, wenn sie dort eine Mahlzeit bekamen. Die Fahrt war bewusst als Begegnungsreise konzipiert. Es galt, in einer interkulturellen Gruppe zusammen zu leben und zu arbeiten. Morgen- und Abendrunden wurden gestaltet, es wurde auf zwei Feuerstellen mit zwei Tößpfen für 25 Leute gekocht, "und das Einkaufen mit dem Handeln auf dem Markt war eine besondere Herausforderung". Es gab eine Versprechenserneuerung, Klatschen, Tanzen und Singen.

Friedenslager in Burundi
Eindrucksvoll war ein Friedenslager in Burunde unter Beteiligung von Pfadfindern aus vier afrikanischen und vier europäischen Nationen. Sonja hat Cynthia aus Ruanda, die mit ihr im Zelt und in der kleinen Gruppe lebte, als Freundin gewonnen.



Post | Home |